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Wien um 1900 - Im Labor der Moderne (1)

Angebot des kunstforum schloßkirche
22.02.2018

Dauer: 3 Doppelstunden, Mo 10-12 Uhr

Leitung: Dr. Michael Rüdiger

Teilnahmepreis: 30,- € (Einzelsitzung: 12,- €),

Wien war um 1900 eine der aufregendsten Metropolen der Welt. Hier, im politischen wie wirtschaftlichen Herz der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie, konzentrierten sich die geistigen und schöpferischen Kräfte des Vielvölkerstaates und brachten ein einzigartiges kulturelles Klima hervor, das die Stadt zu einem Labor der Moderne werden ließ. Wie sonst selten kam es auf engstem Raum und in kurzer Zeit zu Höchstleistungen in allen Bereichen des kulturellen Schaffens, ob in der Literatur (von Hofmannsthal, Schnitzler, Zweig, Krauss), Malerei (Klimt, Schiele, Kokoschka, Gerstl), Architektur (Wagner, Olbrich, Loos), Kunstgewerbe (Moser, Hofmann) oder Musik (Mahler, Schönberg, Berg). Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch des Habsburgerreiches fand diese Blütezeit 1918 ihr jähes Ende, auch weil im selben Jahr Otto Wagner, Gustav Klimt, Egon Schiele und Koloman Moser verstarben. Im aktuellen Gedenkjahr wollen wir uns anhand von Bildbetrachtungen, der Lektüre zeitgenössischer Texte, sowie dem Hören beispielhafter Musikstücke das Panorama jener Aufbruchszeit am Ende einer Epoche erschließen. Eine Klimt-Ausstellung besuchen wir auf unserer Studienfahrt nach Wien.

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