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Rhodos - kolossale Mittelmacht in der Ägais (mit Kos und Bodrum)

03.10.2019 - 10.10.2019

Dauer: 8 Tage, mit Flugzeug/Bus/Schiff

Leitung: Dr. Jochen Schröder

Preis p.P. im DZ (Ü/HP) 1.788,- €

EZ-Zuschlag 169,- €

(inkl. Eintritte)

Dem Sonnengott Helios war die südlichste und größte der ägäischen Inseln geweiht, und die drei Stadtgründungen führte man auf seine Söhne zurück. Das überrascht bei der schwachen Stellung des Helios im griechischen Götterhimmel und war schon in der Antike manchem Historiker suspekt. Den Rhodiern wurden auch andere Seltsamkeiten nachgesagt - die etwas anderen Griechen also, mit einer späten Blütezeit tief im Hellenismus, als rhodische Bildhauer den Helios-Koloss am Hafen schufen, und den Laokoon! Den rhodisch-pergamenischen Stil haben die ArchäologInnen es genannt. In der nachantiken Zeit hat keine andere Insel der Ägäis eine so wechselhafte Geschichte wie gerade Rhodos: Formell byzantinisch, wird die Insel mit dem Verfall der oströmischen Macht faktisch autark und stets von den Ansprüchen der sie umkreisenden Großmächte bedroht. Seit 1306 bildet Rhodos das Staatsgebiet des Johanniterordens, der die Insel und ihre Ableger mit Befestigungen überzog und bis 1522 Dorn in der Flanke des Osmanenreiches blieb. Petrarcas Bonmot: „Der Schild Europas: unbezwungen und unbenutzt!“ kennzeichnet die prinzipielle Defensive der Johanniter; am Schluss des Ausharrens stehen freier Abzug der Ordensritter und vertragliche Religionstoleranz. Die lange türkische Herrschaft über Rhodos beendete 1912 die italienische Flotte durch einen überraschenden Vorstoß – erst 1947 wurde Rhodos Teil des griechischen Staates. Dorische Tempel, römische und frühchristliche Mosaiken, Kirchen der byzantinischen und der Kreuzfahrerzeit, die türkischen Minarette und orthodoxen Klöster bereichern die traumhafte Landschaft der Insel der Sonne.

Unsere Fahrt wird durch den Besuch der ‚Kurgäste-Insel‘ Kos mit ihrem berühmten Asklepieion und einigen erstaunlichen Bauten der christlichen Zeit abgerundet. Von dort aus setzen wir zur heute türkischen Stadt Bodrum über, dem antiken Halikarnassos, wo Herodot geboren wurde, zur Zeit der Johanniter in St. Peter umbenannt. Schade, dass diese für ihren Festungsbau das Weltwunder der Stadt abrissen: Den Grabbau des Maussollos, der neben den Pyramiden das letzte noch erhaltene der 7 Weltwunder gewesen war. Nun – jetzt nicht mehr; doch die Ruinen sind immer noch beeindruckend. Im Kastell St. Peter, dessen Bauleitung übrigens ein Deutscher hatte, sehen wir unter vielen anderen Museumsabteilungen auch das ‚Schiff von Uluburun‘, das es ohne weiteres mit allen Wikingerschiffsfunden aufnehmen kann. Im Café im ‚deutschen Turm‘ des Kastells oder einfach im Treiben der Stadt können wir das Flair einer offenen türkischen Hafenstadt auf uns wirken lassen.

 

PROGRAMM (Änderungen und Umstellungen vorbehalten!)

Do 3.10.
Hinflug Hamburg – Rhodos , Hotelbezug (4 Übernachtungen in zentralem 4-Sterne-Haus), erster Stadtrundgang in Rhodos mit Programm je nach Flugzeiten.

Fr 4.10.
Rhodos mit Stadtmauern, Großmeisterpalast, Marienkirche und Archäologischem Museum.

Sa 5.10.
Tagesausflug nach Lindos mit Athena-Lindia-Heiligtum, Johanniterburg und ‚Grab des Kleobulos‘; nachmittags Rückfahrt über Asklipion, Laerma und Eleousa.

So 6.10.
Tagesausflug nach Kritinia am BergAttavyros, Kastell Monolithos und Arnitha.

Mo 7.10.
Transferfahrt nach Kos und Stadtrundgang dort mit Casa Romana und Grabungsgelände am Nymphäum (3 Übernachtungen in strandnahem 4-Sterne-Haus).

Di 8.10.
Kos mit Asklepieion, Paleo Pyli und Agios Stefanos an der Wasserkante.

Mi 9.10.
Tagesausflug nach Bodrum (Halikarnassos) mit Mausoleum und Kastell.

Do 10.10.
Programm je nach Flugzeiten; Rückflug Kos – Hamburg.

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Lindos
Foto: Günter W. Hartmann
Lindos
Foto: Günter W. Hartmann
Rhodos Stadt
Foto: Günter W. Hartmann
Rhodos Stadt
Foto: Günter W. Hartmann