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Provence

03.05.2019 - 10.05.2019

Dauer: 8 Tage, mit Flugzeug/Bus

Leitung: Dr. Jochen Schröder

Preis p.P. im DZ (Ü/HP) 1.896,-€

EZ-Zuschlag 245,-€

(inkl. Eintritte und ÖPNV-Fahrten)

Als alte Kulturlandschaft, reich an Erinnerungen an Römerzeit und Mittelalter und – zwischen Rhône, Meer und Bergen – von großer landschaftlicher Vielfalt, lockt die Provence zu ausgiebigem Besuch. In der Antike war sie Teil der Provinz Gallia Narbonensis, einer der reicheren außeritalischen Provinzen des Römischen Weltreiches. Von hier aus organisierte Caesar seinen Gallischen Krieg. Nirgends haben sich römische Bauten so unversehrt erhalten, darunter der augusteische Tempel in Nîmes und der Pont du Gard als größter erhaltener Rest eines monumentalen Aquäduktes, der hier den scharf eingeschnittenen Fluss Gardon überspannt. Im hohen Mittelalter gelangen herrliche sakrale Bauwerke wie die Zisterzienserklöster Sénanque und Silvacane: Länger als üblich hielt man hier an der Tonnenwölbung fest und brachte sie zu wuchtiger Meisterschaft. Ähnlich stilbildend war die Kathedrale von Arles, deren hinreißende Fassade man sich heute nach dem prunkvollen Besuch (samt Krönung) Barbarossas im Jahr 1178 entstanden denkt. Die provenzalische Hochsprache der Troubadoure des Südens wurde noch bis tief ins 15. Jh. fortentwickelt. Mit dem ritterlich-romantischen „Guten König“ (von Jerusalem!) René d’Anjou endete farbenprächtig die mittelalterliche Geschichte. Der von ihm gestiftete Altar, als der „Buisson ardent“ des Nicolas Froment bekannt, gehört zu den Hauptwerken des Jahrhunderts. In der Barockzeit bekam freilich das Land etwas Provinzielles; und im 19. Jh. galt es als so zurückgeblieben, dass ein Holländer in Paris es als Italienersatz akzeptierte: Vincent van Gogh zog sich nach Arles zurück und schuf hier und in der zur Irrenanstalt umgebauten Abtei Saint-Rémy („im Süden“) sein farbenflammendes Spätwerk. Gauguin hielt es bekanntlich nicht lange hier; Cézanne dagegen war aus Aix gebürtig, wo er sich in gesetztem Alter wieder niederließ. Wir bestaunen den Papstpalast in Avignon, mit dem das exilierte Papsttum der Stadt für alle Zeiten den Stempel aufprägte, das Museum, u.a. mit den Fragmenten der Papst- und Kardinalsgräber, und natürlich auch den Pont d’Avignon, dessen Brückenheiliger Bénézet, ein Schäfersjunge der Legende nach, nur eben als Urheber dieser so wichtigen Strukturmaßnahme in den Kalender aufgenommen wurde. Unser Hotel liegt hier in der Altstadt, so dass auch ein abendlicher Bummel möglich ist. Ein Ausflugstag führt uns nach Orange, Stammort der Oranier, dessen besonderes Flair wundern lässt, nicht an der Côte d’Azur zu sein. Triumphbogen und Theater aus der Römerzeit, die Kathedrale und das Museum mit den erstaunlichen zeitgenössischen Veduten eines Industriebetriebs im 18. Jh. machen die Stadt zu einem echten Geheimtipp.

HIERZU AUGENREISE AM 25.1.
 

PROGRAMM (Änderungen und Umstellungen vorbehalten!)

Fr 3.5.
Flug Hamburg – Marseille (via München); Transferfahrt; Hotelbezug (4 Nächte in zentralem 4-Sterne-Haus); Programm in Marseille je nach Flugzeiten.

Sa 4.5.
Zisterzienserkloster Silvacane; Aix mit Kathedrale und Atelier Cézanne.

So 5.5.
Arles mit Amphitheater, St-Trophime, Musée Réattu und Les Alyscamps.

Mo 6.5.
Nîmes mit Kathedrale und Maison Quarrée, Uzés, Pont du Gard.

Di 7.5.
Weiterfahrt über Glanum und St-Remy nach Avignon, erste Stadtbesichtigung; Hotelbezug (3 Nächte in zentralem 3-Sterne-Haus).

Mi 8.5.
Avignon mit Papstpalast; nachmittags Ausflug nach Venasque und Sénanque.

Do 9.5.
Tagesausflug nach Orange mit Römischem Theater und Kathedrale, auf dem Rückweg Besuch in Villeneuve (Kartause) mit Blick über die Rhône auf Avignon.

Fr 10.5.
Avignon, Petit Palais; Transfer und Rückflug Marseille – Hamburg (via Frankfurt).

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Pont du Gard
Foto: J. Schröder