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Friaul und Triest

12.05.2019 - 19.05.2019

Dauer: 8 Tage, mit Flugzeug/Bus

Leitung: Dr. Andreas Cante

Preis p.P. im DZ (Ü/HP) 1.884, - €

EZ-Zuschlag 180,- €

(inkl. Eintritte und Getränke beim Abendessen)

Wo liegt die Mitte Europas? Vielleicht im Friaul, wo sich romanischer, germanischer und slawischer Sprachraum berühren. Ebenso mannigfaltig ist die Landschaft, die alpine Bergwelt, karstige Hänge, sanftes Hügelland, fruchtbare Ebenen und die Sandstrände der Adria umfasst. Kunstliebhabern bietet die Region einzigartige Denkmäler aus der Zeit zwischen Antike und Mittelalter. Aquileia, schon in der Römerzeit eine bedeutende Hafenstadt, war Sitz eines Patriarchen, der als Reichsfürst ein beachtliches Territorium regierte. Der Dom mit seinen spätantiken Fußbodenmosaiken und einer Apsisausmalung mit Bildnis des Salierkaisers Konrad II. kündet davon. Im Lagunenstädtchen Grado sind mehrere Kirchen des 5./6. Jhs. erhalten. Cividale, einst langobardischer Königssitz, besitzt mit dem Tempietto longobardo ein seltenes Beispiel für Architektur und Skulptur des 8. Jhs. Nach Eroberung des Patriarchenstaates durch die Venezianer 1420 entstanden das Statthalterschloss in Udine und die Festung Palmanova, eine Idealstadt der Renaissance. Unter den Malern des Friaul ragt Giovanni Antonio de’ Sacchis hervor, der nach seiner Geburtsstadt Pordenone genannt wurde und in Venedig reüssierte. Umgekehrt erhielt Giovanni Battista Tiepolo, der venezianische „Malerstar“ des 18. Jhs., erste Großaufträge in Udine. Eine Sonderentwicklung nahm das seit 1382 habsburgische Triest, das im 18. Jh. als Haupthafen der Donaumonarchie zur Großstadt aufstieg. Neue Quartiere im klassizistischen Stil, große öffentliche Bauten und bürgerliche Palazzi zeugen davon. In der Umgebung locken die Schlösser Miramare, Refugium Erzherzog Maximilians, des späteren Kaisers von Mexiko, und Duino, wo Rainer Maria Rilke weilte. Auch sonst wirkte das multikulturelle Triest anregend auf Literaten – von James Joyce und Italo Svevo bis Claudio Magris.

Es sei darauf hingewiesen, dass an einigen am Gebirgsrand gelegenen Zielorten, insbesondere in Gemona, San Daniele und Triest, Auf- bzw. Abstiege zu bewältigen sind.

HIERZU AUGENREISE AM 12.2.


PROGRAMM (Änderungen und Umstellungen vorbehalten!)

So 12.5.
Flug Hamburg – Venedig; Busfahrt nach Udine (auf dem Weg Besichtigung je nach Flugzeit); Hotelbezug (zentrales 4-Sterne-Haus).

Mo 13.5.
Busfahrt nach Triest: Cattedrale di San Giusto, römische Ruinen, Canal Grande, klassizistische Prachtbauten, Piazza Unità d’Italia, Museo Revoltella; Castello di Miramare.

Di 14.5.
Busfahrt nach Aquileia (römischer Flusshafen, Museo Archeologico Nazionale, Dom) und Grado (Santa Eufemia, Santa Maria delle Grazie).

Mi 15.5.
Busfahrt nach Cividale (Dom, Museo Cristiano, Tempietto longobardo), Gorizia (Görz) (kleiner Stadtspaziergang) und zum Castello di Duino.

Do 16.5.
Udine: Cattedrale di Santa Maria Annunziata, Palazzo Patriarcale mit Gallerie del Tiepolo, Piazza della Libertà mit Loggia del Lionello, Castello (außen). Fakultativ: Casa Cavazzini mit Museo d’Arte Moderna e Contemporanea.

Fr 17.5.
Busfahrt nach Sesto al Reghena (Abbazia Santa Maria in Sylvis), San Vito al Tagliamento (Altstadt, Santa Maria dei Battuti mit Fresken von Pomponio Amalteo) und Pordenone (Corso Vittorio Emanuele II, Museo Civico d’Arte und Dom mit Werken des Malers Pordenone).

Sa 18.5.
Busfahrt nach Gemona (Stadtspaziergang, Dom), San Daniele (Altstadt, Sant’Antonio Abbate mit Fresken von Pellegrino da San Daniele) und Spilimbergo (Altstadt mit Dom und Castello).

So 19.5.
Busfahrt über Palmanova (Stadtrundgang) und Passariano (Villa Manin mit Park) nach Venedig; Rückflug Venedig – Hamburg

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